autofahrt. lange. schnell vorher irgendwelche vor ewigen zeiten schnell mal gebrannten cds eingepackt. dunkel. keine ahnung, welche cd ich da grad einleg.
tanzen wir.... das ist ja die verloren geglaubte cd, die von mir einen sommer lang gehört wurde. ein intensiver sommer. neue stadt, neuer job, viel freiheit, viel neues, viel liebe, viel unsicherheut, viel ubahnfahren, ein balkon mit hängematte im siebten stock, viel regen, ein kaputtes fenster, sitzen am perserteppich, biertrinkend und karten gelegt bekommend, ein festival mit viel streit danach, weisse ledersessel, mohito, gauloises und red bull als hauptnahrungsmittel, laue abende im freien.
she wants to move... das em-finale auf grossbildleinwand. als einzige auf griechenland gewettet. die freudenfeiern in den strassen danach. hellaaaas!
quizas, quizas, quizas.. genau. am ende des sommers nicht nur ein zerbrochenes fenster, sondern auch ein zerbrochenes herz.
musik löst noch ärgere erinnerungsflashes aus als es gerüche tun. die cd ist aus. und ich stelle fest, dass ich grad über eine stunde lang in die vergangenheit und nicht in die zukunft in zürich gereist bin.
so schnell kanns gehen. drei wochen aus der heimatstadt draussen und schon fühlt man sich wie ein gast wenn man ein wochenende auf besuch fährt. übernachten in einem zimmer, in dem zwar teile meines krempels, aber nicht meine möbel stehen.
gleich nach ankunft ein ein festl und nicht nur die partie der richtigen frau für mich, sondern wie gewohnt auch überraschend ein paar andere leute treffen, die man dort nicht erwartet hätte (ok, sie mich noch viel weniger *g*), familiäre feierlichkeiten, die noch einen eigenen beitrag verdienen werden, freunde treffen, intensive gespräche, momentan recht schlau erscheinende geschäftsideen, knallvolles programm, wenig schlaf, jede minute in der stadt intensiv einsaugen, gewohnte umgebung und trotzdem das wissen, am montag sitz ich wieder im büro, in dem ich eigentlich nicht sitzen will.
und das büro ist 750 kilometer weit weg.
ungeduld ist keine tugend.
aber wenns mich doch so nervt, diese zwischen-den-welten-zeit. hier noch nicht zuhause, dort nicht mehr zuhause. ich bin des mich selbst fragens, wer ich eigentlich bin, was ich will und wo ich hingehöre, müde.
und jetzt: dienst nach vorschrift.