gedanken

Freitag, 29. August 2008

kastanien

im hof meiner wunderbaren behausung steht ein kastanienbaum. heute morgen hab ich zum ersten mal eine kastanie aufgeklaubt. es ist soweit, jetzt ist spätsommer. in früheren zeiten war das für mich immer so ein gefühl von neubeginn, anständig durchstarten.

diesmal ist es - beeinflusst durch meine redaktionelle situation - eine unfassbare vorfreude aufs durchschnaufen in einem monat. bis dahin: fünfter gang, vollgas.

Dienstag, 19. August 2008

hummel hummel.

die gräfin ist es chronologisch angegangen, von mir gibts splitter. jetzt des nachts - weil ich die nächsten tage eh auch nicht dazu komm - und weils eh schon wurscht ist. quasi.
  • nunu kam am freitag in hamburg an - ihr gepäck nicht. es ist ein hässliches gefühl, nicht zu wissen, wo seine sachen sind. und es ist ein seltsames gefühl, zuhause einen vollen kleiderschrank zu haben, aber dennoch das gefühl zu haben - wenn die sachen im rucksack, nein, echt, wenn DIE weg sind, dann ist das grund für unendliche trauer. die lieblingsshorts aus australien und die ganzen genialen trägerleibchen aus new york und der armreif aus graz und die neue wimperntusche, die sauteure, die man von der beauty-zeux-kollegin geschenkt bekommen hat und und und. war aber eh einen tag später alles heil wieder da, den rucksack hat düsseldorf wohl mehr interessiert als hamburg. versteh ich nicht.
  • hamburg ist im nunukopf immer noch sehr assoziiert mit einer frau, mit der das nunu mal sehr eng befreundet war. mehr als eng. und obwohl hamburg eine wunderschöne stadt mit tollen menschen drin ist, war die geschmacksrichtung des wochenendes doch mehrmals als bitter zu bezeichnen. erinnerungen an lachanfälle vorm michel, an angeblitzte baumpinkler, an surimibrötchen am dom, das wär alles schöner, wär die zugehörige situation geklärt.
  • mit konzerten von den fetten broten verhält es sich auch so. also mit alten tracks. die beiden neuen alben, das geht ja. nur haben sie den nunu-lieblingstrack nicht gespielt. echtwahr.
  • wenn alle, mit denen man am dockville spricht, vom deichkindkonzert, der bierdusche, dem pferd und dem trampolin schwärmen, dann hat man definitiv am vortag etwas versäumt.
  • aber die chillout-zone am festivalgelände war auch am sonntag unschlagbar gut. feines wetter, sonne, wasser im rücken, liegestühle, spannende gespräche mit einem hamburger rockabilly, genialer breakbeat-dj (wenn das sogar nunus mal sagen, dann wars wirklich gut), kaltes bier, schöne, lachende menschen. was gefehlt hat, schreib ich nicht hin, weil das ist nämlich eigentlich verboten.
  • bei der zugabe der brote alles geben bedeutet massiven muskelkager am folgetag.
  • bestimmte kurze geräusche können jeden menschen zum lachen bringen.
  • seit nunu das vergnügen mitm tischler hatte (oder: sich mitm tischler vergnügt hat?), findet sie diese tradition spannend, interessant und wert, wieder zum "trend" erhoben zu werden, damit sie überlebt. der tischler hat ihr nämlich damals ganz viel darüber erzählt. und am dockville waren gleich mehrere dieser gesellen anzutreffen.
  • und in den chucks aus new york lauf ich mir immer noch blasen, wie ärgerlich.
  • würd ich in hamburg wohnen, ich würd mich aus der ecke hafen - st. pauli - altona - karoviertel - schanze wohl nie rausbewegen. innenstadt? langweilig.
  • wobei: der blick auf das redaktionsgebäude des spiegel ist schon ein sehr sehnsüchtiger, zugegeben.
  • einschlafen im freien zu klassischer musik und aufwachen zu jazz ist was feines. vor allem, wenn man dann auch noch durch kalte brunnen waten kann.
  • wilhelmsburg ist nicht williamsburg und wird es auch nie werden. egal was die herren städteplaner so von sich geben.
  • es gibt katzen, die sind viel braver als biff. aber das ist auch nicht sehr schwer.
  • in jeder anderen stadt denkt man sich: naaaja. ein ausblick auf kräne, baustelle, container. nicht sehr sexy. in hamburg bezahlt man unsummen für genau diesen ausblick.
  • sonntag mitternacht die landungsbrücken entlangspazieren und auf der ansonsten von hektischster betriebsamkeit gekennzeichneten promenade keiner menschenseele begegnen, das kann was. das kann sogar viel.
  • ich bin immer noch zu feig für hochschaubahnen und ähnliches gewirks. und von schokobananen und schokoerdbeeren auf crepes auf dänische hotdogs wird mir schlecht.
  • die strandbar herrmann ist kein müder, sondern ein komatöser abklatsch von strandpauli.
  • ja, man kann sich gewaltig ärgern, wenn man das kabel, das handy und laptop miteinander reden lässt, nimmer findet. weil am handy grad ganz viele schnappschüsse liegen.
  • ich wünsch mir eine cognacfarbene lederjacke mit zipp und bündchen, bitte. so eine, wie sie die spießerbraut hat, nur heller.
  • ich mag den dänischen einfluss, der in hamburg bereits ganz stark zu spüren ist.
  • gute nacht.

Freitag, 15. August 2008

journalistisches.

da freu ich mich seit tagen wochen monaten auf meine paar tage in hamburg, und dann grab ich mich in das ganze georgien-thema so tief rein, dass ich am liebsten weiterhin in der redaktion sitzen würd und dran arbeiten würd. aus 50 agenturmeldungen die relevanten und vor allem richtigen informationen rauszufischen, mit dem korresponden telefonieren, momentaufnahmen vom pressefotografen kriegen, der grad in gori herumgurkt, versuchen, die lage einzuschätzen.... schwer, da loszulassen. werte gräfin, ich fürcht, ich werd jeden zipfel an info über den krieg da unten aufsaugen müssen.

edit: soeben unter zeitdruck mit einem dänischen pressefotografen, der in georgien sitzt, per skype einen dänischen artikel ins deutsche übersetzt - mit umweg übers englische. eine exklusivgschicht von einem dänischen journalisten. nunu im element.

Samstag, 28. Juni 2008

filmisches.

wenn für kopfkinos oscars vergeben würden, das aktuelle drehbuch ist preisverdächtig. und noch dazu eine reality soap.

Freitag, 20. Juni 2008

aber.

jaja, mich haben wiedermal die abers heimgesucht.

ich hab einen superduperjob, ABER mir geht extreeeeem ab, dass ich nicht netzwerken kann. dass ich da acht stunden am tag in der geschlossenen werkstatt sitze.

ich hab eine superwohnung, ABER mit der mitbewohnerin rennts zwar gut, nur eben knirschen die zahnräder manchmal noch ein bisschen.

ich habe tolle freunde, liebe freunde, ABER ich habe keine 100prozent-boahdasmussichdirerzählen-ichweißesistzweiindernacht-
undichheuldirgradinshandy-kommvorbei-freundin (mehr).

könnt man "ABER" bitte ausm lexikon streichen?
danke.
blödes wort auch.
schon allein der klang.

Dienstag, 3. Juni 2008

damnit.

boah. wut. in einer besprechung was gesagt, was völlig falsch rübergekommen ist. und jetzt keine ahnung, wie es den leuten zu erklären ist. mit aussagen wie "sorry, aber soviel professionalität ist ja wohl das mindeste" kann ich schlecht umgehen. grauslich, wenn leute das von mir denken.

Montag, 2. Juni 2008

späte nachwehen.

achtung, der folgende beitrag ist wiedermal einer der intimeren...

bis vor wenigen minuten bei einem freund gewesen. dieser mann hat gerade sehr üblen, relativ ausweglos erscheinenden liebeskummer. er kämpft um sie. obwohl es ausweglos erscheint, obwohl sie ihn mehrfach hat anrennen lassen, obwohl da wahnsinnig viel zwischen ihnen steht - er kämpft. seit fast einem jahr.

ich war bei ihm, habe ihm zugehört. mehr kann man in solchen situationen auch nicht machen. wenn jemand so verfahren ist in seinen gefühlen und gedanken, dann hört er auf einen rat in etwa so sehr, wie er zuhört, wenn ihm aus einem langweiligen buch vorgelesen wird. ich wollte nur einfach nicht, dass er in seiner verzweiflung alleine ist.

beim zuhören kamen mir auch einige gedanken auf meinen eigenen letzten heftigen liebeskummer bezogen. ich habe nicht gekämpft. ich habe zu keiner sekunde um den herrn gekämpft. ich habe nur im versuch, geduldig zu sein, gegen mich selbst gekämpft.

der herr sagte: er kann nicht alles geben.
ich sagte: es ist ok, du hast zeit.
ich dachte: er ist es wert, ich werde warten. ich fühlte so stark, dass das was gutes sein kann zwischen uns. es war ein gefühl, das einfach nicht nur einseitig entstehen kann. da war was da, das kann mir niemand ausreden. aber ich sagte ihm das nicht.
ich sagte nicht: merkst du es nicht, wie toll das zwischen uns ist? wie gut das funktionieren könnte?

der herr sagte später: mehr als freundschaft ist nicht drinnen.
ich sagte: ok, ich muss es akzeptieren. in ordnung, versuchen wir es.
ich dachte: im MOMENT geht nicht mehr, aber er wird es merken, und ich muss nur stark bleiben, ich muss nur geduldig bleiben. das macht sinn, das mit uns beiden. ich mach ihm keinen druck.
ich sagte ihm nicht: freundschaft funktioniert nicht, ich bin verliebt in dich. ich weiss, dass dein kopf nein sagt, aber ich spüre, dass in dir sehr viel zuneigung und gefühl ist. ich will es versuchen, ich will nur eine chance haben. (stattdessen habe ich in dem moment, als ich das alles aussprach, auch alles beendet und eine riesige mauer um mein herz gebaut)

der freund von mir hat seine ex sehr oft, aber erfolglos um eine chance gebeten.
ich habe den herrn nie um eine chance gebeten. ich habe es schlicht nicht getan. und es fällt mir erst jetzt auf. ich war zu stolz, um zu kämpfen. ich habe nicht schon vor sechs jahren gesagt: hey, warum die andere, was war mit uns, warum hast du mich vergessen? ich habe auch vor einem halben jahr nicht gesagt: warum gibst du mir nicht ein einziges mal eine chance? jedesmal, wenn wir uns sehen, fliegen die funken. warum versuchen wir es nicht?

und ich frag mich grad, wer von uns beiden der größere idiot ist, der freund, weil er sich permanent den kopf anrennt und bittet und fleht, oder ich, weil ichs nicht getan hab. vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, die geschichte mit dem herrn zu vergessen. natürlich ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es trotzdem nicht funktioniert hätte. aber ich hätte es zumindest versucht.

und jetzt ist es zu spät.


scheisse.


.

Donnerstag, 29. Mai 2008

nunu goes home.

ich sitz grad beim pixie zuhaus herum und langweil mich, weil der pixie nicht aus der agentur daherkommt, ich mitm heutigen tagesprogramm aber schon feddisch bin und cocktails trinken gehn mag.
steil wars. 125 jahre brooklyn bridge, satc-premiere (nicht gesehen, aber viel gehoert), dreimal bekannte schauspieler gesehen, fleet week, memorial day, und zu guter letzt grad vorhin eine schiesserei quasi direkt vor der haustuer (nicht meiner mama verraten, die stirbt vor angst). chinatown ist eben nicht grinzing.
langsam aber sicher gehts zu ende hier, und mein konto und ich freuen uns drauf. wenn ich wieder in wien bin (und es ergo irgendwie geschafft hab, meinen tonnenschweren koffer die steilen stufen hier runtergeschleppt zu haben), werd ich
  • die biffinger niederschmusen,
  • auf die party vom schoenen pernhard fahren,
  • mir unbeunbeunbedingt den neuen satc-film (in meinem neuen carrie-style-kleid, hehe) und ein paar richtig schoene alte new york - schinken aus den fuenfzigern anschaun
  • gottes werk und teufels beitrag hoffentlich fertig gelesen haben
  • zwei monate lang von butterbrot leben und erst dann wieder aufs konto schauen
  • und vor allem: das erste juniwochenende bei uns im landhaus verbringen. in einem ort, der nichtmal eine vierstellige einwohnerzahl hat. keine. menschen. mehr. viel. gruen. bitte.

Sonntag, 4. Mai 2008

kindliches.

bruder eins mit zwetschgennichte.
bruder zwei mit glotznichte.
cousine eins mit zwergensohn, 4.
cousine zwei mit rothaartochter, 5.
cousin eins mit vielfraßssohn, 1.

und ich.

ich lebe auf einem anderen planeten als meine brüder und sonstigen verwandten auf gleicher generationsebene. warum geben eltern eigentlich ihre erinnerungen an die jugend im geburtshaus ab? "haha, da kommt die, die am meisten schlaf von uns bekommt!" denkste! schlafen kann ich wenn ich tot bin. und jung bin ich auch nur einmal. wie ich heute wieder live erleben durfte. ich liebe meinen planeten.

große zusammenhänge.

viel passiert. viel schlechtes, das mich weit zurückwirft, aber auch viel gutes, das mir (zitat tha nu mama) die sonne ausm arsch scheinen lässt. große zusammenhänge machen mich fertig, kleine aussagen lassen mich tagelang strahlen ("du übrigens auch ..... definitiv!"). musik baut ohne ende auf, die sonne tut das ihrige, dass ich über die großen zusammenhänge grad nicht nachdenk. ich leb nur einmal. und in diesem einen leben tu ich nix mehr, bei dem von vorneherein klar ist, dass es mir nicht gut tut (ich bitte die leserschaft, mich beim nächsten martin/michi/max/mmm-auchimmer daran zu erinnern).

was genau passiert ist?
gehört nicht in den blog.

auch was erlebt?

für eiei-machen für schimpfer für liebesbriefe für fragen für senf - nunu.twoday@gmx.net

ohne geht gaaar nix

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