gedanken

Dienstag, 1. Juli 2008

schatz-männer.

der schatz-mann war da. nunu wähnte ihn irgendwo auf einem der berge von vorarl-, und er erklärte ihr vor einer woche einfach: ja, du, bin hier. wo schaustn du deutschland-türkei?

der schatz-mann ist interessant. nicht der-herr-interessant oder tischler-interessant, sondern der schatz-mann gehört zu der sorte: irgendwie kenn ich den und irgendwie kenn ich den gar nicht. ist wohl die krux unserer zeit.
ein paar widrige umstände haben den schatz-mann (kurzfristig im wahrsten sinne des wortes) in meine arme getrieben. und auf mein sofa. abgesehen von einer supertollen zeit samt eingesprungenem doppelachsel ohne verschüttetem bier, einer brille am drogentrip, wahnsinnsparty, anstrengendem geputze am tag danach, einer zusammengeschraubten couch, einem zufriedenem biff, einem fussballfinale beim luster-jo samt hirngewixe vom schatz-mann, einem leider nur halb erlebten film mit mads mikkelsen als guten (!?), dem schatz-männischem (-männlichen?) geständnis, so ein foltergerät von wimpernzange zu besitzen, und einfach ziemlich viel lachen wars vor allem auch eine interessante zeit, die woche. fühlt sich nicht an wie: da ist einer in mein leben geknallt und hat gestört, sondern da ist ein leben an einem anderen leben streifvorbeigeschossen. momentaufnahmen quasi.

ich mag solche menschen, die es treibt, die sich treiben lassen, und die nicht weiter als ein monat im voraus planen. vielleicht, weil da ein großer teil in mir ist, der sie beneidet, und der ihre einstellungen gut nachvollziehen kann (nur dass da eben auch der andere teil in mir ist, der grad superzufrieden mit job, wohnung, freunden, familie und wien ist). ich mag es sehr, wenn solche menschen kurz mal kometenartig in mein leben hineinkrachen. und auch wenn sie dann wieder weg sind, ist es ein gutes gefühl. weil ich genau weiß: solche menschen wie den schatz-mann, die muss man ziehen lassen.

edit, aufgrund einer nachfrage: der schatz-mann heisst nicht so, weil er mein schatz ist, sondern weil ich finde, das bindestriche nachnamen einfach ganz neue bedeutungen geben.... ;)

Samstag, 28. Juni 2008

filmisches.

wenn für kopfkinos oscars vergeben würden, das aktuelle drehbuch ist preisverdächtig. und noch dazu eine reality soap.

Freitag, 20. Juni 2008

aber.

jaja, mich haben wiedermal die abers heimgesucht.

ich hab einen superduperjob, ABER mir geht extreeeeem ab, dass ich nicht netzwerken kann. dass ich da acht stunden am tag in der geschlossenen werkstatt sitze.

ich hab eine superwohnung, ABER mit der mitbewohnerin rennts zwar gut, nur eben knirschen die zahnräder manchmal noch ein bisschen.

ich habe tolle freunde, liebe freunde, ABER ich habe keine 100prozent-boahdasmussichdirerzählen-ichweißesistzweiindernacht-
undichheuldirgradinshandy-kommvorbei-freundin (mehr).

könnt man "ABER" bitte ausm lexikon streichen?
danke.
blödes wort auch.
schon allein der klang.

Donnerstag, 12. Juni 2008

unreflektiertes schimpfen.

ok! langsam wirds mir echt zu blöd. ja, ich schau die fussballspiele, und ja, die niederlande sind suppa, es ist scheisse, das die schweiz draußen ist und aaaaalter, bei den schweden spielt ein feschak. îns stadion gehen würd ich wohl eher nicht. lieber bin ich bei den inoffiziellen fanzonen. oder am sofa.

weil: in den offiziellen, von der uefa "genehmigten" fanzonen gibts genau eine biersorte, die schon beinahe menschenrechtsverletzend teuer, und eine würschtlsorte - selbst standler, die das ganze jahr da stehen dürfen plötzlich nur noch eine sorte verkaufen. diese ganze exklusiv-reglementierung erinnert mich erstens an eine höchst skurrile, weil kapitalistische form des kommunismus (zumindest so, wie es bei denen da unten ankommt, die gleicheren cashen ab, aber das ist auch im echten kommunismus so). pro versorgungsmittel gibts eine sorte, und pappm halten, was anderes dürfts ihr nicht.
alles marketing, geldmache, scheisse. neben der genauen regelung, was überhaupt verkauft werden darf, kassiert die gute uefa auch noch massen an platzmiete pro stand - so viel, wie nie im leben durch bierverkauf zusammenkommt. sogar bei der wm in deutschland sinds mit einem minus ausgestiegen, die armen standler, die sich vorher von der wm-hysterie blenden haben lassen. es geht mir einfach nicht in den schädel hinein, wie sich das ausgehen soll. scheissgeldgier.

und wenn ich grad schon so schön beim unreflektierten, naiven herummotzen bin: es ist wahr, aber höchst schade, dass selbst in der zeit im bild erwähnt werden muss, dass der herr minister faymann gute chancen aufn chefposten hat, weil er gute beziehungen zur kronenzeitung hat. gut, wenns gsagt wird, weil die krone in österreich leidergottes wirklich politikbestimmend ist. schade, dass es so komplett unkritisch und unreflektiert gesagt wurde.

Dienstag, 3. Juni 2008

damnit.

boah. wut. in einer besprechung was gesagt, was völlig falsch rübergekommen ist. und jetzt keine ahnung, wie es den leuten zu erklären ist. mit aussagen wie "sorry, aber soviel professionalität ist ja wohl das mindeste" kann ich schlecht umgehen. grauslich, wenn leute das von mir denken.

Montag, 2. Juni 2008

späte nachwehen.

achtung, der folgende beitrag ist wiedermal einer der intimeren...

bis vor wenigen minuten bei einem freund gewesen. dieser mann hat gerade sehr üblen, relativ ausweglos erscheinenden liebeskummer. er kämpft um sie. obwohl es ausweglos erscheint, obwohl sie ihn mehrfach hat anrennen lassen, obwohl da wahnsinnig viel zwischen ihnen steht - er kämpft. seit fast einem jahr.

ich war bei ihm, habe ihm zugehört. mehr kann man in solchen situationen auch nicht machen. wenn jemand so verfahren ist in seinen gefühlen und gedanken, dann hört er auf einen rat in etwa so sehr, wie er zuhört, wenn ihm aus einem langweiligen buch vorgelesen wird. ich wollte nur einfach nicht, dass er in seiner verzweiflung alleine ist.

beim zuhören kamen mir auch einige gedanken auf meinen eigenen letzten heftigen liebeskummer bezogen. ich habe nicht gekämpft. ich habe zu keiner sekunde um den herrn gekämpft. ich habe nur im versuch, geduldig zu sein, gegen mich selbst gekämpft.

der herr sagte: er kann nicht alles geben.
ich sagte: es ist ok, du hast zeit.
ich dachte: er ist es wert, ich werde warten. ich fühlte so stark, dass das was gutes sein kann zwischen uns. es war ein gefühl, das einfach nicht nur einseitig entstehen kann. da war was da, das kann mir niemand ausreden. aber ich sagte ihm das nicht.
ich sagte nicht: merkst du es nicht, wie toll das zwischen uns ist? wie gut das funktionieren könnte?

der herr sagte später: mehr als freundschaft ist nicht drinnen.
ich sagte: ok, ich muss es akzeptieren. in ordnung, versuchen wir es.
ich dachte: im MOMENT geht nicht mehr, aber er wird es merken, und ich muss nur stark bleiben, ich muss nur geduldig bleiben. das macht sinn, das mit uns beiden. ich mach ihm keinen druck.
ich sagte ihm nicht: freundschaft funktioniert nicht, ich bin verliebt in dich. ich weiss, dass dein kopf nein sagt, aber ich spüre, dass in dir sehr viel zuneigung und gefühl ist. ich will es versuchen, ich will nur eine chance haben. (stattdessen habe ich in dem moment, als ich das alles aussprach, auch alles beendet und eine riesige mauer um mein herz gebaut)

der freund von mir hat seine ex sehr oft, aber erfolglos um eine chance gebeten.
ich habe den herrn nie um eine chance gebeten. ich habe es schlicht nicht getan. und es fällt mir erst jetzt auf. ich war zu stolz, um zu kämpfen. ich habe nicht schon vor sechs jahren gesagt: hey, warum die andere, was war mit uns, warum hast du mich vergessen? ich habe auch vor einem halben jahr nicht gesagt: warum gibst du mir nicht ein einziges mal eine chance? jedesmal, wenn wir uns sehen, fliegen die funken. warum versuchen wir es nicht?

und ich frag mich grad, wer von uns beiden der größere idiot ist, der freund, weil er sich permanent den kopf anrennt und bittet und fleht, oder ich, weil ichs nicht getan hab. vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, die geschichte mit dem herrn zu vergessen. natürlich ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es trotzdem nicht funktioniert hätte. aber ich hätte es zumindest versucht.

und jetzt ist es zu spät.


scheisse.


.

Donnerstag, 29. Mai 2008

nunu goes home.

ich sitz grad beim pixie zuhaus herum und langweil mich, weil der pixie nicht aus der agentur daherkommt, ich mitm heutigen tagesprogramm aber schon feddisch bin und cocktails trinken gehn mag.
steil wars. 125 jahre brooklyn bridge, satc-premiere (nicht gesehen, aber viel gehoert), dreimal bekannte schauspieler gesehen, fleet week, memorial day, und zu guter letzt grad vorhin eine schiesserei quasi direkt vor der haustuer (nicht meiner mama verraten, die stirbt vor angst). chinatown ist eben nicht grinzing.
langsam aber sicher gehts zu ende hier, und mein konto und ich freuen uns drauf. wenn ich wieder in wien bin (und es ergo irgendwie geschafft hab, meinen tonnenschweren koffer die steilen stufen hier runtergeschleppt zu haben), werd ich
  • die biffinger niederschmusen,
  • auf die party vom schoenen pernhard fahren,
  • mir unbeunbeunbedingt den neuen satc-film (in meinem neuen carrie-style-kleid, hehe) und ein paar richtig schoene alte new york - schinken aus den fuenfzigern anschaun
  • gottes werk und teufels beitrag hoffentlich fertig gelesen haben
  • zwei monate lang von butterbrot leben und erst dann wieder aufs konto schauen
  • und vor allem: das erste juniwochenende bei uns im landhaus verbringen. in einem ort, der nichtmal eine vierstellige einwohnerzahl hat. keine. menschen. mehr. viel. gruen. bitte.

Sonntag, 4. Mai 2008

kindliches.

bruder eins mit zwetschgennichte.
bruder zwei mit glotznichte.
cousine eins mit zwergensohn, 4.
cousine zwei mit rothaartochter, 5.
cousin eins mit vielfraßssohn, 1.

und ich.

ich lebe auf einem anderen planeten als meine brüder und sonstigen verwandten auf gleicher generationsebene. warum geben eltern eigentlich ihre erinnerungen an die jugend im geburtshaus ab? "haha, da kommt die, die am meisten schlaf von uns bekommt!" denkste! schlafen kann ich wenn ich tot bin. und jung bin ich auch nur einmal. wie ich heute wieder live erleben durfte. ich liebe meinen planeten.

große zusammenhänge.

viel passiert. viel schlechtes, das mich weit zurückwirft, aber auch viel gutes, das mir (zitat tha nu mama) die sonne ausm arsch scheinen lässt. große zusammenhänge machen mich fertig, kleine aussagen lassen mich tagelang strahlen ("du übrigens auch ..... definitiv!"). musik baut ohne ende auf, die sonne tut das ihrige, dass ich über die großen zusammenhänge grad nicht nachdenk. ich leb nur einmal. und in diesem einen leben tu ich nix mehr, bei dem von vorneherein klar ist, dass es mir nicht gut tut (ich bitte die leserschaft, mich beim nächsten martin/michi/max/mmm-auchimmer daran zu erinnern).

was genau passiert ist?
gehört nicht in den blog.

Donnerstag, 24. April 2008

brav.

ich war brav. ich hab mich hingesetzt und meine bankgeschäfte erledigt, daueraufträge angelegt und beschlossen: jetzt gibts sparkurs, dafür sind in zwei jahren drei viertel der elterlichen schulden abbezahlt (mit viel glück und einem lieben christkind wird sichs schon früher ausgehen). und ich werd ganz brav eine haushaltsversicherung abschließen.

brav sein ist blöd. das schnürt einem so den hals zusammen.

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