Sonntag, 22. April 2007

keiner ist so toll wie wir

so der titel eines schon vor einigen jahren erschienen buches von den ehemaligen profil-schreiberlingen markus huber und robert treichler (ersterer grund für viel amusement in meinen heissen drei volontariatswochen mit süßen 18), das die schönsten vorurteile der österreicher gegen den rest von europa schön auf einen blick zusammenfasst.
mit einem wortwitz, den ich schon beinahe als aphrodisierend bezeichnen würde (ja, ich war immer schon anders, blöde surfer sind zwar zugegebenermassen oft schön anzuschauen, aber hirn macht erst so richtig sexy). habe das buch kürzlich wiederentdeckt und lege es jedem österreicher wärmstens ans herz - ja, politisch schwerstens unkorrekt, und alles ganz ganz böse und falsch, zesses, böse buben, der huber und der treichler...

hier einige auszüge, gestaffelt nach ländern:
die Schweizer (weils grad passt): Die Schweizer behaupten von sich, sie würden vier veschiedene Sprachen sprechen: Deutsch, Italienisch, Französisch und Räto-Romanisch. Der Haken an der Sache ist, dass die Schweizer weder von den Deutschen noch von den Italienern oder Franzosen verstanden werden. Räto-Romanen konnten wir nicht befragen, denn die sind ausserhalb der Schweiz aus guten Gründen zirka um Christi Geburt ausgestorben. Im Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis kommt die sprachliche Unzulänglichkeit sehr gelegen, denn auch wenn die Schweizer Bankiers Auskunft geben wollten - niemand könnte das vokalarme Geholper dechiffrieren.
die Dänen: Bis weit ins Mittelalter hinein pflegten Dänen, Norweger und Schweden einander halbstündlich zu überfallen, um dne jeweiligen Kontrahenten entweder zu töten, zu heiraten oder zu irgendeiner blödsinnigen Religion zu bekehren. Das Ergebnis war jeweils exakt dasselbe: Kuhweiden wechselten den Besitzer (...) Was immer die Dänen eroberten, es handelte sich um Gegenden, die andere Nationen zurückschicken würden, wenn sie sie als Werbegeschenke zugesandt erhielten.
die Deutschen: (und dies mögen mir 50% der Leser und der Klarenthaler verzeihen): Die Deutschen sehen so aus, als seien sie permanent drauf und dran, einen Weltkrieg anzufangen oder einen jämmerlichen Witz zu erzählen, und eines von beiden tun sie dann tatsächlich meistens. In den letzten Jahren entschieden sie sich für den jämmerlichen Witz, aber das war nicht immer so. (...) Eigentlich begann die Geschichte der deutschen Musik überraschend vielversprechend, wenn man bedenkt, dass sie mit Dieter Bohlen ihr Ende nahm. (..) Richard Wagner wiederum darf sich rühmen, für das Musiktheater das erfunden zu haben, was man im Motorsport ein 24-Stunden-Rennen nennt, nämlich die Oper, in deren Verlauf man ein- bis zweimal schlafen gehen sollte. (...) Die berühmte Maler-Gruppe "die Brücke" war so ein Schlager, dass der Gruppenname auch gleich zur Wohnadresse wurde.
die Finnen: Wie bereits höflich angedeutet, können die Finnen nicht Indogermanisch, obwohl es da weiss Gott genug Auswahl an Sprachen gegeben hätte. Stattdessen beharren sie auf dem Finnischen, das bei Redaktionsschluss etwa 26 Fälle hatte, dafür keinen Artikel und keine Präposition. Die UNO sollte endlich per Luftflotte Care-Pakete mit linguistischen Grundelementen abwerfen.
die Franzosen: Ziel der männlichen Franzosen ist es, auszusehen wie ein Heiratsschwindler - und nicht nur so auszusehen. Wer gesellschaftlich akzeptiert werden will, muss mit seinen Körperflüssigkeiten um sich schleudern wie eine inkontinente Qualle. Ein französischer Politiker, der keine Mätresse hat, steht unter dem Verdacht, ein amerikanischer Spion zu sein.
die Griechen: Das längste und unwahrscheinlichste (Epos) von allen, die Odyssee, stammt wahrscheinlich von Homer. Sicher ist lediglich, dass der Autor keinen Lektor hatte. (...) Aus unerfindlichen Gründen rühmen sich die Griechen damit, die Demokratie erfunden zu haben, was ganz schön dreist ist, wenn man bedenkt, dass Griechenland bis 1974 eine Militärdiktatur war.
die Isländer: Die Männchen heissen irgendwas mit -son am Ende, die WEibchen enden auf -dottir. (...) Island besteht unter anderem auch aus unbesteigbaren Bergen mit ebenso unüberwindlichen Namen: Hvannadalsshnukur und Öraefajökull. Die Erstbesteigung ohne Logopäden steht noch aus. (...) Das Isländische ist die einzige Sprache der Welt, die in Laufmetern gemessen wird. (...) In Island gibt es Edda, die Ältere, und Edda, die Jüngere. Dabei handelt es sich nicht um besonders knusprige -dottirs, sondern um die Hauptwerke isländischer Literatur.

Und so weiter. die europäischen völker von I wie italiener bis Z wie zyprioten kommen ebenso mies weg. wer politisch so correct ist, dass er sich die politische correctness nicht an den kragen heftet und lauthals "wie kann man nur" schreiend vor sich herträgt (und wer mit ironie und sarkasmus was anfangen kann), wird unglaublich viel freude bei der lektüre haben....

übrigens find ich meinen eigenen musikgeschmack momentan echt schräg. das neue sioenalbum kann ich schon auswendig, und dann hör ich andauernd abwechselnd die da und - pst, nicht weitersagen - die neue vom justin timberlake. die is aber auch geil...

Samstag, 21. April 2007

die schuldfrage

ich habe grad keine ahnung, was ich eigentlich schreiben will, aber ich will, dass der letzte eintrag verschwindet. das ist alles viel zu persönliches mirgehtsgut-mirgehtsschlecht-blabla. aber dennoch wirds auch jetzt wieder persönlich. folgendem begriffe werde ich mich in näherer zukunft ursachenforscherisch widmen:

schuld: warum fühl ich mich eigentlich so schuldig, warum macht mich das so ungeduldig? warum hab ich (und haben nach intensiver umfeldüberprüfung auch so viele andere) einen zeitplan im schädel, der mir sagt: liebste nunu, wenn du dein leben nicht bald auf die reihe kriegst, bist du wuggiwuggi, ein schwächling und mit dem herumgeeiere wirst es erst recht nicht schaffen. (dabei weiss ich, dass ich genau dieses geeiere momentan brauche und dem auch zeit geben sollte!) warum machts mich fertig, dass ich trotz (oder wegen?) studienabschluss keinen job hab? am geld kanns momentan nicht liegen, ich fahre zwar emotional belastende, aber finanziell sehr entlastende finanzielle schienen. trotz (oder wegen?) meines nach dem ersten abschnitt dahingesiechten soziologiestudiums verwehre ich mich gegen die antwort "die gesellschaft is schuld". weil das nervt doch bitte! medienkonzern a bringt böses mördervideo, medienkonzern b schreit deshalb sodomundgomorrha, und am ende ist die gesellschaft schuld. hausmeisterin a regt sich bei hausbewohnerin b über des verzogene fratz ausm zweiten stock auf, und am ende is die gesellschaft schuld.
eine von mir äusserst hochgeschätzte, im hirn äusserst wendige und zudem politisch und sozial äusserst engagierte person a spricht mit einer mir unbekannten, jedoch ebenso ausserst hirnwindungswendig erscheindenden person b über den stellenwert der sozialarbeit und den begriff "normal" im system der sozialarbeit. und zu welchem schluss kommen die beiden? richtig. die gesellschaft ist schuld.

wohl oft wahr, aber in vielen fällen eine wunderbare ausrede, die verhindert, sich seine eigene schuld eingestehen zu müssen. ich hab meinen job hingeschmissen, gut, da bin ich selber schuld. was zwar nicht meine vergangene, jedoch meine gegenwärtige wohnsituation angeht, auch da bin ich selber schuld. aber nachdem ich mich durch diese und so manchen weiteren heftigen rückschlag im grunde ohne viel nachdenken als das opfer darstellen kann - hui, schon sind alle anderen schuld!

ich weiss nicht, ob ich damit allein steh, aber ich tu mir extrem schwer damit, die waage zu finden zwischen "den fehler erst bei mir suchen" und "erst komm ich, und prinzipiell sind die anderen schuld". zweiteres führt mich mit relativ hoher wahrscheinlichkeit mitm eilzug in die komplette einsamkeit, zweiteres ebenso wahrscheinlich ebenso schnell in eine depression, die sich gewaschen hat: selbstzweifel zum quadrat, nunu im clinch mit schizonunu. beides kein masterplan. warum fällts eigentlich so schwer zu sagen: da und da bist selbst schuld, da und da hast du absolut keine schuld, da hat dich halt das leben gfickt (schulligung..). bestandsaufnahme ende und jetzt weiter im programm. schliesslich bist sonst wuggiwuggi, ein schwächling und herumgeeiere bringt dich nicht weiter.

sprachs und kündigte damit zum wiederholten male das ende ihres herumgeeieres an. mal sehen, was diesmal rauskommt. ALTER SCHWEDE; ich geh mir grad selbst am nerv, es ist unfassbar! ich weiss, das interessiert euch alle genau nullnientenada, aber irgendwo muss das raus, und irgendwo will ich diese gedanken einfach stehen sehen. sorry dafür. lests halt da weiter, da isses meistens wunderschön lustig!

Mittwoch, 18. April 2007

es wird zeit,

dass die krise langsam ein ende nimmt. und wie schafft nunu das am besten? richtig, sie geht auf viele viele konzerte. was zwar teilweise ein bissl ins geldtascherl geht, aber trotzdem immer noch billiger als flankierende therapeutische maßnahmen ist. die stimmung in kleinen bars mit noch kleineren bühnen (und kleinen bieren), feine musik, feine texte und diese unglaublich angenehm entspannte atmosphäre, die man nur auf konzerten dieser art findet. blödeleien mit dem publikum, keine fixe set-list, und wenn der sänger am trockenen sitzt, geht erstmal gar nix weiter. so solls sein.

auch darauffolgende diskussionen über einhorn-pornos (davon gehört, bis heute nicht getraut, es zu googlen), dekadente sofalandschaften und folterinstrumente des christentums (ja, wir können auch hochgeistig, schwarzer-rollkragen-pulli like!) sowie starrconteste durch schiefe brillen samt schiefgegangenen hundeblicken und der lautmalerischen, comichaften untermalung von umstarrenden tragen auf seltsame weise zur schöpfung von kraft und motivation bei.

so etwas tut gut, hilft ungemein beim nach-vorne-schauen. langsam aber sicher kehrt die motivation zurück, endlich wieder weiterzumachen und der auszeit ein ende zu setzen. sogar für die arbeitslosigkeit fehlt mir die innere ruhe. und langsam, sehr langsam, aber sehr sicher kehren auch die perspektiven zurück, was ich überhaupt machen will. fehlt nur noch die passende möglichkeit. aber nach den stolperern der vergangenen wochen denk ich, dass da wiedermal ein positiver zwischenfall fällig ist. oder? ooooder?? hm?

auch was erlebt?

für eiei-machen für schimpfer für liebesbriefe für fragen für senf - nunu.twoday@gmx.net

ohne geht gaaar nix

Aktuelle Beiträge

So etwas dürfte in aller...
So etwas dürfte in aller Regel das Ende des Rechners...
girico - 27. Dez, 13:55
ich würde "hänseln" :)
ich würde "hänseln" :)
Kartfan (Gast) - 9. Jul, 13:14
Ich träume immer wieder...
man kann für Designleuchten richtig viel Geld ausgeben.
Wurschtl (Gast) - 24. Jul, 18:59
Nachdenken
Manchmal komme ich wieder hierher und lese Deine letzten...
ChliiTierChnübler (Gast) - 7. Apr, 21:53

aktuelles
antworten
beobachtungen
beschlossenes
biff und josh
erlebtes
ersurftes
gedanken
gefundenes
gesprochenes
knieendes
musikalisches
nette dinge
zürcherisches
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren